
Es bleibt die Empfehlung – die Dosis macht den Unterschied. Mit ein oder zwei Gläsern Milch am Tag kommen wir in den Genuss der wertvollen Eiweiße, ohne uns einem erhöhten Risiko für Erkrankungen auszusetzen.
Alternativen aus Pflanzen
Viele Menschen vertragen keine Milch. Viele Menschen mögen keine Milch. Und andere lehnen tierische Milch aus ethischen Gründen ab. Klar ist, tierische Milch ist keineswegs unverzichtbar. Wir können auch ohne sie gesund leben.
In den letzten Jahren kamen immer mehr Milch-Alternativen aus Pflanzen auf den Markt. Offiziell dürfen sie nicht als "Milch" bezeichnet werden, meist werden sie als "Pflanzendrinks" vermarktet. Ausgangsprodukte sind Hafer, Reis, Mandeln, Soja, Hanf, Erbsen oder Lupinensamen. Alle diese Pflanzendrinks enthalten wertvolles pflanzliches Eiweiß. Ob Ihnen so eine Milchalternative liegt, probieren Sie am besten einmal aus – in Geschmackstests schneidet zum Beispiel Lupinenmilch oft sehr gut ab. Experten raten, außerdem auf die Zutatenliste zu schauen. Sind allzu viele Zusatzstoffe nötig, um einen genießbaren Pflanzendrink herzustellen, bekommt man am Ende kein besonders natürliches Nahrungsmittel.
Käsemachen mit Carsten
Dr. Carsten Lekutat probiert sich auf dem Ziegenhof Glinde beim Käsemachen aus. Er schaut dazu bei Gitte Kutschbach in der Käserei vorbei. Die Ziegenmilch vom Vormittag ist inzwischen abgekühlt, Gitte Kutschbach hat sie mit Lab- und Milchsäurekulturen "dick gelegt". "Sinn des Käsemachens ist ja, etwas Festes zu bekommen", sagt sie. "Und um das hinzukriegen, müssen wir diese Milch jetzt schneiden." Wie das genau gemacht wird, können Gäste auf dem Ziegenhof auch in Seminaren lernen.
Zunächst wird die dicke Milch kreuzweise eingeschnitten. Damit kann mehr Molke aus der festen Masse entweichen. Dann wird eine halbe Stunde lang gerührt. "So, jetzt geht es ans Rühren. Wenn man aber jetzt gleich ganz schnell losrührt, hat man wieder nur Matsch. Also ein bisschen zärtlich!", mahnt Gitte Kutschbach.
Anschließend wird der Käsebruch in Formen gegossen und muss abtropfen. Hin und wieder müssen die Käselaibe dann gewendet werden. So ein frischer, milder Weichkäse ist am nächsten Tag schon genussreif. Andere Sorten kommen erst einmal in den Reifekeller unter dem Wohnhaus und lagern dort mehrere Wochen oder sogar Monate. Täglich pflegt Gitte Kutschbach die Käselaibe und reibt sie mit Salzwasser ab.
Genuss mit Ziegenkäse
Stolz zeigt uns Gitte Kutschbach die Auswahl ihrer Rohmilch-Käsesorten. Eines ist ihr wichtig: Ziegenkäse schmeckt normalerweise keineswegs streng nach Ziege. Das passiert nur, wenn die Milch zuvor zu lange stehen gelassen wurde. Käse aus frischer Ziegenmilch schmeckt je nach Käsekultur und Lagerzeit mild bis kräftig-würzig. Der Lieblingskäse der Käserin: der "Glinder Weinröwer", der während der Reifung mit Rotwein abgerieben wird. Etwas für Kenner ist der herzhafte Schnittkäse. Dieser hat eine Reifezeit von bis zu neun Monaten hinter sich.
July 09, 2020 at 10:00AM
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Gesundes aus Milch - MDR
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