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Revolution im Milchregal: Verbraucher bestimmen, wie ihre Milch hergestellt wird - Mitteldeutsche Zeitung

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Halle (Saale) -

Bei einer bundesweiten Online-Abstimmung konnten Verbraucher bestimmen, wie die Milch, die sie im Supermarkt kaufen wollen, produziert werden soll. Seit vier Wochen ist diese nun in den Regalen von 650 Supermärkten zu finden, wie „zdf heute“ berichtet.

Verbraucher stimmten für eine regionale Bio-Weidemilch

Die Verbraucher stimmten dafür, dass die Milch biologisch hergestellt werden sollte. Die Kühe sollten regional hergestelltes Futter bekommen und mindestens vier Monate im Jahr auf der Weide stehen dürfen. Zudem sollte die Milch klimaneutral verpackt sein und die Bauern sollten einen höheren Geldbetrag für die Milch bekommen.

9.300 Verbraucher haben an der bundesweiten Online-Abstimmung teilgenommen. Dabei konnten sie über die folgenden drei Themen abstimmen.

Themen der Online-Abstimmung

Tierhaltung
Hier konnten die Verbraucher zwischen Weide- und Stallhaltung entscheiden. 94 Prozent stimmten dabei für die Weidehaltung ab, 6 Prozent für eine Stallhaltung.

Futter
In dieser Kategorie konnten die Verbraucher zwischen Bio-Futter und konventionellem Futter entscheiden. 86 Prozent der Teilnehmer stimmten dabei für das Bio-Futter ab, 14 Prozent für ein konventionelles Futter.

Tierwohl
66 Prozent der Teilnehmer haben für ein ausgezeichnetes Wohlergehen der Tiere gestimmt. 20 Prozent stimmten für ein sehr gutes, 6 Prozent für ein gutes Wohlergehen der Tiere bei der Milchproduktion.

Milch ist in rund 650 deutschen Supermärkten zu kaufen

Nicolas Barthelmé, Initiator der Online-Abstimmung „Du bist hier Chef“ stellt fest: „Die Leute wollten tatsächlich eine Bio-Weidemilch, die wir regional umsetzen, vermarkten. Die Fairness für die Landwirte, die faire Vergütung ist mit 90 Prozent gewählt worden. Also viel mehr Unterstützung für die Leute, die die Milch für uns und mit uns produzieren, gibt es eigentlich kaum.“

In rund 650 Supermärkten in Deutschland gibt es die Milch nun für einen Preis von 1,45 Euro zu kaufen. Die Idee einer Verbrauchermarke stammt aus Frankreich. Hier gibt es neben Milch auch Butter und andere Lebensmittel, über die der Verbraucher mitbestimmt hat.

Faire Vergütung der Landwirte für Verbraucher besonders wichtig

Die Deutschen stimmten vor allem für eine faire Vergütung der Landwirte. Für Bio-Landwirt Matthias Pitzer bedeutet das: Er kann auch in die Zukunft seines Betriebes investieren. „Wir bekommen elf Cent mehr pro Liter und versuchen mit diesem Geld, den Betrieb so aufzustellen, dass er auch für die nachfolgenden Generationen interessant ist, und dass sie auch die Möglichkeit bekommen, davon leben zu können.“

Der Preis der Verbraucher-Milch setzt sich wie folgt zusammen: 0,58 Euro bekommt der Landwirt, 0,70 Euro gehen an die Molkerei, die Verpackung, die Logistik und den Handel, 0,10 Euro ist Mehrwertsteuer, 0,07 Euro gehen als Kosten für die Online-Abstimmung an „Du bist hier der Chef“.

Weitere Projekte in Planung

Die Initiative arbeitet bereits am nächsten Projekt. Bald sollen Verbraucher auch darüber abstimmen, wie ihre Eier und Kartoffeln hergestellt werden. (mz)




August 20, 2020 at 06:06PM
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